Go to Top

Differenzbesteuerung

Der Begriff "Differenzbesteuerung" ist wichtig und dennoch nicht weit verbreitet. Insbesondere Geschäftsführer eines langjährig bestehenden Unternehmens oder auch Gründer sind gut damit beraten, wenn sie wissen, um was es sich bei der Differenzbesteuerung handelt. Im Grunde genommen ist es dem Prinzip dieser Besteuerungsmethode zu verdanken, dass die Umsatzsteuer ausschließlich auf die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis erhoben wird - für Händler also ein klarer finanzieller Vorteil. Um die Differenzbesteuerung jedoch zur Anwendung zu bringen, müssen bestimmte gesetzliche Bestimmungen nach §25a UstG eingehalten werden.

Wichtige Voraussetzung für die Differenzbesteuerung

Die gesetzlichen Regularien sind in §25a des Umsatzsteuergesetzes festgehalten. Eine fundamentale Voraussetzung ist es, dass es sich bei dem jeweiligen Händler um einen sogenannten "Wiederverkäufer" handelt. Dieser muss also Waren innerhalb eines gewerblichen Rahmens ein- und verkaufen.

Weiterlesen

Elektronische Übermittlungspflicht, Steuererklärung und E-Bilanz

Unternehmer, welche sich von elektronischen Übermittlungspflicht befreien wollen, erhalten von ihrem jeweils zuständigen Finanzamt in den allermeisten Fällen eine Absage. Jüngst hat sich das Finanzgericht Münster mit diesem Umstand befasst und klargestellt, wann ein solcher Antrag auf Befreiung gute Aussichten auf einen Erfolg hat.

Die geltenden Rahmenbedingungen für die elektronische Übermittlungspflicht

Bereits aus der offiziellen Bezeichnung lässt sich ablesen, dass es sich hier um die Übermittlung der Bilanz in elektronischer Form handelt. Unternehmen sowie Finanzämter sprechen in diesem Zusammenhang sehr häufig von der digitalen Steuererklärung eines Unternehmens. Seit der Einführung durch das Bundesfinanzministerium im Jahr 2014 ist die Übersendung der jährlich neu aufgestellten Bilanz nicht mehr in Papierform möglich. Finanzämter lehnen die Einreichung von analogen Unterlagen seither strikt ab. Bestandteil der sogenannten E-Bilanz ist mitunter die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) auf Basis des § 5b EStG (Einkommenssteuergesetz).

Selbständig tätige Handwerke, welche ihren Gewinn durch die Anwendung der doppelten Buchführung (Bilanzierung) ermitteln, sind nach Absatz 1 des § 5b EStG dazu verpflichtet, innerhalb eines

Weiterlesen

Neuer Mindestlohn von 9,60 Euro ab 01.Juli 2021

 

Der gesetzliche Mindestlohn ist am 1. Januar 2021 von 9,35 Euro auf nunmehr 9,50 Euro gestiegen. Bis zum 1. Juli 2022 soll er stufenweise auf 10,45 Euro angehoben werden. Die politische Debatte um den Mindestlohn geht dennoch weiter. Während Arbeitgeber aufgrund der Belastungen vieler Unternehmen in der Coronakrise vor zu großen Erhöhungen warnen, fordern

Weiterlesen

Bitcoins - warum Sie auch an das Finanzamt denken müssen

Die steuerliche Einordnung von Bitcoins

Nach Ansicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz BaFin) handelt es sich bei Kryptowährungen wie Bitcoins und Ethereum um keine gesetzlichen Zahlungsmittel. Die Finanzverwaltung behandelt den Gewinn, der bei dem Handel mit Kryptowährungen entsteht, als Einkünfte aus einem privaten Veräußerungsgeschäft. Die gesetzliche Grundlage hierzu bildet § 23 Absatz 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz (EStG). Damit werden die Gewinne aus dem Handel mit Bitcoins steuerlich ähnlich behandelt, wie der Verkauf von Immobilien oder Aktien.

Wodurch wird die Steuerpflicht ausgelöst?

Verkaufen Sie eine nicht selbstgenutzte Wohnung (z. B. Vermietung) oder Teile Ihres Wertpapierdepots hängt die Steuerpflicht von der Haltedauer ab. Bei Immobilien hat der Gesetzgeber eine Haltefrist von 10 Jahren festgelegt. Haben Sie

Weiterlesen

Neuerung des Infektionsschutzgesetzes

Bundestag und Bundesrat haben eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, die mit 23. April 2021 in Kraft getreten ist. Notwendig war die Änderung, da durch die Corona Maßnahmen in die Grundrechte der Bürger eingegriffen wird. Bisher waren die Bundesländer für die Maßnahmen zur Pandemiebeschränkung zuständig.

 

Bundeseinheitliche Regelungen

 

Künftig sind die Regeln bei Corona bundeseinheitlich. Bei einem Inzidenzwert, der mehr als 100 beträgt, treten in dem betroffenen Landkreis oder der kreisfreien Stadt die festgelegten Maßnahmen in Kraft. Diese stehen im neu eingefügten § 28b des Infektionsschutzgesetzes. Damit

Weiterlesen

Steuererklärung - wann besteht eine Abgabepflicht?

Der 31. Juli 2021 ist für alle Steuerpflichtigen, die eine Steuererklärung abgeben müssen, ein wichtiger Termin. Bis zum Ende dieses Tages muss die Steuererklärung 2020 beim zuständigen Finanzamt eingetroffen sein. Nicht jeder Steuerpflichtige muss sich an diesen Termin halten. Der nachfolgende Beitrag erklärt den Unterschied zwischen Pflichtveranlagung und Antragsveranlagung.

Pflichtveranlagung - wann müssen Sie eine Steuererklärung abgeben?

Weiterlesen

Steuern sparen durch den Investitionsabzugsbetrag (IAB)

Kleinen und mittelständischen Betrieben wird durch den Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG die Möglichkeit gewährt, für geplante Investitionen eine steuerfreie Rücklage zu bilden. Liegen die Voraussetzungen dafür vor, kann die Steuerbelastung gesenkt werden, ohne im entsprechenden Veranlagungsjahr eine Ausgabe getätigt zu haben. Im Jahressteuergesetz 2020 wurde nun rückwirkend ab 2020 eine neue Regelung getroffen, die für den Steuerzahler eine weitere Vergünstigung bedeutet.

Weiterlesen

Überbrückungshilfe III - Neue Unterstützungsmaßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen

Damit die deutsche Wirtschaft nicht weiter unter den Folgen der Corona-Pandemie leidet oder die Unternehmen zumindest anteilig ihre laufenden Kosten decken können, hat die deutsche Bundesregierung mit der Überbrückungshilfe III ein Maßnahmenkatalog beschlossen, der nicht nur ein vereinfachtes Verfahren und höhere Förderbeträge beinhaltet.

 

Der Kreis der antragsberechtigten Unternehmen wurde erweitert. Außerdem soll Soloselbstständige der Neustart in ihre Existenzgründung erleichtert werden. Kleine und mittelständische Unternehmen können bis Ende 2021 von dem Sonderprogramm der KfW profitieren. Dies schließt die Bewilligung des Antrags auf einen KfW-Schnellkredit ein.

 

Überbrückungshilfe III - die neuen Regelungen

 

Die wichtigsten Neuregelungen zur Überbrückungshilfe III im Überblick:

Weiterlesen

Die unterschiedliche Besteuerung von Renten und Pensionen

Das Steuerrecht kennt in der Einkommensteuer den Grundfreibetrag. Jene Beträge, die unterhalb dieses Betrages liegen, hat der Gesetzgeber von einer Besteuerung freigestellt. Damit soll jedem Bürger ein Einkommen zugestanden werden, das seine Existenz sichert. Übersteigen die jährlichen Einkünfte den Grundfreibetrag, werden die Einkünfte progressiv ansteigend versteuert. Der Grundfreibetrag lag im Veranlagungsjahr 2020 bei 9.408 Euro. Zu Beginn des Veranlagungsjahres 2021 wurde er auf 9.744 Euro angehoben.

 

Von einer Besteuerung sind in diesem Fall alle sieben Einkunftsarten betroffen, die das Einkommensteuerrecht kennt. Bei der Besteuerung

Weiterlesen

Auswirkungen des Brexit auf den grenzüberschreitenden Warenverkehr mit Großbritannien

Die Europäische Union hat zur Verwaltungsvereinfachung das Mehrwertsteuersystem (Mehrwertsteuer = Umsatzsteuer) reformiert. Bei Warenbewegungen innerhalb der Grenzen der Europäischen Union spricht man nicht von Ausfuhren und Einfuhren. Stattdessen werden die Begriffe innergemeinschaftliche Lieferungen und innergemeinschaftliche sonstige Leistungen verwendet. Auch für den Ausweis der Umsatzsteuer auf einer Rechnung wurde eine von den nationalen Bestimmungen abweichende Regelung getroffen.

Dass Großbritannien nach dem Brexit kein Mitglied der Europäischen Union mehr ist, hat auch Auswirkungen auf das Umsatzsteuerrecht und die grenzüberschreitenden Warenbewegungen von und nach Großbritannien.

Weiterlesen

Steuererklärung 2019: Diese Fristveränderung kommt Bürgern zugute

Für die Steuererklärung 2019 galt bislang der 31. Mai als letzter Termin für die Abgabe der Unterlagen. Aufgrund des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen nun jedoch die Möglichkeit, ihre Steuererklärung bis zum 31. Juli einzureichen. Die neue Regelung gilt allerdings nur dann, wenn der Steuerzahler seine Steuererklärung auf dem elektronischen Weg über Elster an das zuständige Finanzamt übermittelt. Wer nicht dazu verpflichtet ist, eine Steuererklärung

Weiterlesen

C02-Steuer ab 2021 - Für den Verbraucher wird es teurer

Die Europäische Union und Deutschland haben das anspruchsvolle aber notwendige Ziel gesetzt, ab dem Jahr 2050 keine Emissionen von Treibhausgasen zu verursachen, um dem Trend der Globalen Erwärmung aktiv entgegen zu wirken. Für dessen Umsetzung wurde in Deutschland das Klimaschutzpaket 2030 verabschiedet, welches unter anderem Pläne zur schrittweisen Reduzierung des CO2-Ausstoßes enthält. Vorgesehen ist dafür die Besteuerung von Kohlendioxid ab 2021.

Im allgemeinen Sprachgebrauch gerne als CO2-Steuer bezeichnet, gibt es ein solches System bereits seit 2005 auf europäischer Ebene, den Emissionshandel. Hier wurde eine Obergrenze festgelegt,

Weiterlesen

Steueränderungen 2021

Darüber hinaus soll es rückwirkend ab dem Jahr 2020 eine Home-Office-Pauschale in Höhe von maximal 600 Euro geben. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie bleiben viele Arbeitnehmer zu Hause und tragen die Kosten für Miete, Strom und Heizung selbst. Bislang war es lediglich möglich, die entstandenen Kosten abzusetzen, wenn ein in den eigenen vier Wänden ein extra eingerichtetes Arbeitszimmer vorhanden ist. Hierbei ist es wichtig,

Weiterlesen

Steueränderungen 2021

Steuern 2021 - Was sich steuerlich im kommenden Jahr für Sie ändert

Zum Jahreswechsel treten wieder zahlreiche steuerlich relevante Veränderungen in Kraft. Neben der Anpassung des Grundfreibetrags ist vor allem die Neufassung des Solidaritätszuschlags eine wichtige Änderung. Zudem wirken sich zahlreiche Änderungen in den Sozialversicherungen steuerlich aus.

Steuerfreibetrag steigt

Der Grundfreibetrag der Einkommensteuer wird im Jahr 2021 auf 9.744 Euro angehoben (Ehepaare 19.488 Euro). Somit bleiben im kommenden Jahr die ersten 9.744 Euro (Ehepaare 19.488 Euro) des Jahreseinkommens steuerfrei. Bereits beschlossen ist eine weitere Erhöhung des Grundfreibetrags im Jahr 2022 auf dann 9.984 Euro (Ehepaare 19.968 Euro).

Damit verschieben sich auch die Progressionsstufen. Der Spitzensteuersatz von 45 Prozent wird ab 2021 bei Einkommen über 274.613 Euro (Ehepaare 549.226 Euro) fällig statt bisher ab Einkommen von 270.501 Euro (Ehepaare 541.002 Euro).

Veränderung beim Solidaritätszuschlag

Weiterlesen

Die Steueränderungen 2021 - ein Überblick

Wie zu Ende eines jeden Jahres müssen sich private Steuerzahler und Unternehmer auch zum 01. Januar 2021 auf neue Steueränderungen einstellen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen groben Überblick:

Grundfreibetrag

Mit dem Grundfreibetrag setzt der Gesetzgeber die Grenze für das steuerfreie Existenzminimum. Wer mit seinem Einkommen unter dieser Grenze liegt, wird nicht zur Einkommensteuer veranlagt. Ist die Grenze überstiegen, steigt die zu zahlende Steuer progressiv an.

Für den Veranlagungszeitraum 2020 liegt die Grenze, bis zu der keine Einkommensteuer fällig wird, bei 9.408 Euro. Zum 01. Januar 2021

Weiterlesen

Auslaufen der Umsatzsteuerabsenkung zum 1.1.2021

Für den Zeitraum vom 01.07.2020 bis einschließlich 31.12.2020 beschloss die Bundesregierung eine Senkung der Umsatzsteuer von 19 Prozent auf 16 Prozent bzw. von 7 Prozent auf 5 Prozent. Hintergrund dieses Beschluss war es, die Konjunktur nachhaltig anzukurbeln und auf diese Weise Arbeitsplätze in allen Wirtschaftsbereichen zu erhalten.

Die Verwendung der reduzierten Steuersätze ist somit nach dem angegebenen Stichtag bzw. ab dem 1.1.2021 nicht mehr möglich. Ab diesem Zeitpunkt 

Weiterlesen

Spenden steuerlich geltend machen - was muss man beachten?

Wer plant, noch dieses Jahr oder im nächsten Jahr zu spenden, weil er bestimmten Menschen oder einer Organisation helfen möchte, findet nachfolgend Ratschläge, wie Spenden in der Steuererklärung wirksam werden.

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, zu spenden, und immer wieder kommen Menschen in Not, sodass Spenden auch häufig erbeten werden. Doch bestehen Voraussetzungen dafür, dass man Spenden von der Steuer absetzen kann:

Die Voraussetzung der Gemeinnützigkeit
Es muss sich um eine gemeinnützige Organisation handeln, die die Spende empfängt. Wenn man also beispielsweise einmal über eine Website stolpert, auf der ein Webmaster um eine Spende für seine journalistische Tätigkeit bittet, da er über Werbung zu wenig Geld verdient, so sollte klar sein, dass sich diese Art von Spenden nicht von der Steuer absetzen lässt.
Typische Spendenempfänger hingegen sind Vereine, Hilfsorganisationen

Weiterlesen

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist in Kraft

Am 1. November 2020 ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten. Es definiert von nun an die Voraussetzungen, unter denen steuerliche Förderungen für Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden zur Energieeinsparung gewährt werden können. Die früheren hierfür einschlägigen Regelungen - das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das bisherige Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) - sind am selben Tag außer Kraft getreten.

Durch die Neuregelungen zur Energieeinsparung finden die politischen Vorhaben des Koalitionsvertrages, des Wohngipfels 2018 sowie der Eckpunkte des Klimaschutzprogramms 2030 ihre Umsetzung. Wie bisher sind im GEG

Weiterlesen

Die Steuer- Identifikationsnummer ist nicht zu verwechseln mit der Steuernummer

Nicht entweder oder: Das Finanzamt benötigt beide Nummern
Steuer-Identifikationsnummer und Steuernummer nicht verwechseln

Seit 2008 erhält jeder Bundesbürger eine Steuer-Identifikationsnummer, die auch unter der Abkürzung Steuer-ID bekannt ist. Selbst Babys werden in der Regel innerhalb von drei Monaten mit der persönlichen Identifikationsnummer versorgt. Sie dient den Behörden zum bundesweiten Abgleich der Steuerdaten. Das Besondere: Sie wird bei Geburt erteilt und ist das ganze Leben lang gültig. Die eindeutige Zuordnung steuerbezogener Daten ist damit sichergestellt. Die aus 13 Ziffern bestehende Steuernummer ist hingegen an das örtliche Finanzamt gebunden und wird dort bei der ersten Steuererklärung vergeben.


Steuer-Identifikationsnummer: eine Nummer ein Leben lang

Weiterlesen

Bekämpfung von Geldwäsche und Steuerbetrug

Geldwäsche und Steuerbetrug - der Staat schaut nicht weg 

Geldwäsche wie auch Steuerbetrug sind schwere Delikte. Damit der Staat noch wirksamer vorgehen kann, wurden im Bundesfinanzministerium in den letzten Monaten eine Reihe neuer Regelungen auf den Weg gebracht. Gesetzliche Regelungen, die der FIU mehr Personal und auch mehr Kompetenzen zugestehen. 

Die Geldwäsche ist bei Kriminellen ein beliebtes Mittel, um finanzielle Einnahmen aus Straftaten im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität oder der Finanzierung von Terrorismus zu verstecken. Mit der Umsetzung der 5. EU-Geldwäscherichtlinie,

Weiterlesen